Zum 10. Todestag von Wolfgang Bandhauer | Mario Rieder: Logbuch (Blog)

Zum 10. Todestag von Wolfgang Bandhauer

Heute vor zehn Jahren, am 30. Dezember 2007, ist ein großartiger Mensch, mein ehemaliger Chef, Mentor und Freund Wolfgang Bandhauer plötzlich verstorben. Er hatte schon einmal viel früher in seinem Leben den Kampf gegen den Krebs gewonnen und war auch diesmal mit seinem starken Willen auf dem besten Weg, diesen schwierigen Kampf ein zweites Mal zu bewältigen. Als er dann doch für uns alle unerwartet und schockierend einen Tag vor Silvester 2007 aus dem Leben gerissen wurde.

Wolfgang Bandhauer vereinte die Qualitäten eines professionellen Managers mit jenen eines begeisterten Bildungsmenschen und Humanisten sowie einer politisch denkenden und handelnden Persönlichkeit in sich. Er zeichnete sich dabei durch seine hohe Integrität und konsequente Haltung aus und suchte trotz oder wegen dieser klaren Standpunkte auch immer den Dialog und den lösungsorientierten Kompromiss.

Ohne ihn würden die Wiener Volkshochschulen nicht dort stehen, wo sie heute stehen. Er hat die größte Umstrukturierung der Wiener Volksbildung seit 1945, die große Strukturreform 2007, ebenso klug wie konsequent vorbereitet und aufgesetzt, zuletzt mit unglaublichem persönlichen Einsatz, trotz schwerer Erkrankung.

Ohne ihn würde auch ich nicht da stehen, wo ich heute stehe. Ich habe viel gelernt von ihm in den mehr als 20 Jahren, in denen ich ihn näher kennenlernen und in unterschiedlicher Form mit ihm zusammenarbeiten konnte. Zuletzt eben bei der Vorbereitung und Organisation jener Strukturreform der VHS, die wir als Team gemeinsam gestalten wollten.

Ich bin stolz, dass ich als sein Nachfolger und Geschäftsführer der VHS Wien dieses gemeinsame Anliegen, diese große und spannende Aufgabe weiterführen durfte und die VHS somit auf seiner Arbeit aufbauend und auch in seinem Sinn erfolgreich auf den Weg in die Zukunft bringen konnte.

Danke Wolfgang!

Wolfgang Bandhauer