politische Kultur | Mario Rieder: Logbuch (Blog)
politische Kultur

Politiker boykottieren Debatten unter Männern

Der Schweizer SP-Nationalrat Cédric Wermuth hat angekündigt, nicht mehr an Podiumsdiskussionen ohne Frauen teilzunehmen, die nur aus Männern zusammen gesetzt sind:
"Sprache und Bild prägen unsere Vorstellungen von Gesellschaft und Zusammenleben. Und wenn Politik von Männern ’gemacht wird’, bleibt das Bild einer Gesellschaft, in der Männer das Sagen haben, der Normalfall in unseren Köpfen." Es sei die Pflicht von linken Politikern, Zeichen zu setzen, dass sie ernst meinen mit der Gleichstellung.
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Welche Politik wir für eine gute Zukunft brauchen

Was wir für eine gute Zukunft brauchen, ist eine Politik, die aus einer klaren Haltung und aus einer mutigen Vision heraus die Gesellschaft gestalten und verändern will. Die statt einem defensiven, paternalistischen Verteidigen von vermeintlichen Machtbastionen zu politischem Handeln und zu engagierter Beteiligung ermutigt und mobilisiert. Eine offensive Sozialdemokratie, die als verlässliche Bündnispartnerin sozialer Bewegungen und anderer linker Kräfte agiert, statt sich andernorts anzubiedern.
Und politische Persönlichkeiten, Frauen und Männer, die diesen Weg in die Zukunft glaubwürdig, klug und konsequent vorantreiben.Weiterlesen...

Wien als Weltstadt der Humanität und Solidarität

Am gestrigen 11. Oktober jährte sich der Tag, an dem wir in Wien ein eindrucksvolles Signal gesetzt hatten, das klare Haltung und das kompromisslose Eintreten für Grundwerte wie Solidarität und Humanität sich auszahlen. Ein Signal, das weltweit, etwa bis in den Mittleren Westen der USA wahrgenommen wurde, wo „The Gazette“ in Colorado Springs titelte: „Socialists hold off right-wing party“, und fortsetzte: „... fighting off a challenge from a right-wing populist party campaining on Austrian concerns about mass migration.“Weiterlesen...

Willkommenskultur

Weil’s einfach dauernd nervt und daher einmal gesagt werden muss:

1. Die Willkommenskultur ist keine luxuriöse, elitäre Bobo-Attitüde, wie manche zu unterstellen versuchen. Sondern hat vielmehr was mit Haltung und Anstand zu tun, mit Grundwerten wie Solidarität und Humanität. Also mit ganz normaler gelebter Menschlichkeit.

2. Die Willkommenskultur ist auch kein Ausdruck von Naivität und Weltfremdheit, wie manche abfällig behaupten. Sondern ist die Konsequenz aus einer sehr realistischen Einschätzung der aktuellen Asylsituation. Naiv und weltfremd ist hingegegen die Illusion, durch Grenzzäune, Notstandsverordnungen oder 1-Euro-Jobs Fluchtbewegungen abschaffen zu können.
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Flüchtlingskoordinator mit Haltung und Konsequenz

Ich muss zugeben, dass ich im Laufe des letzten Jahres meine vorgefertigte Meinung über Christian Konrad, die sich v.a. aus seiner früheren Rolle bei Raiffeisen ergeben hatte, schrittweise, aber radikal revidiert habe. Sie hat sich gewandelt zu großer Hochachtung für das, was er in diesem Jahr als Flüchtlingskoordinator geleistet hat, und mit welcher Haltung und Konsequenz er dabei agiert hat.
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